Stephanie Grebe – auf geht´s in Richtung Olympia 2020

By 31. Mai 2019Allgemein
Tischtennisschule Hamburg Spin College Einzeltraining Tischtennis

Nationalspielerin Stephanie Grebe auf dem Weg nach Tokio 2020

Der Trainerstab um die Nationalspielerin

Slovenia Open 2019

Freundschaft

Es ist noch ein gutes Jahr hin, aber die Vorbereitungen auf die paralympischen Spielen 2020 in Tokio laufen bereits auf Hochtouren. Gemeinsam mit dem Bundestrainer Volker Ziegler, mit mir vom SPIN College und der Co-Bundestrainerin Ela Madejska arbeiten wir gemeinsam mit Steffi auf ein Ziel hin: die paralympischen Spiele 2020 in Tokio.

Warum geht es denn jetzt schon mit der Vorbereitung los?

Grund hierfür ist die Qualifikation zu den Paralympics 2020. Jeder Kontinentalmeister bekommt einen Platz. So weit, so gut. Das sich aber unter den ersten sieben der Welt 6 aus Europa befinden, machen nicht nur die Europameisterschaften dieses Jahr zu einem ganz besonderen Ereignis.

Der Weltranglisten-Druck

Die ersten vier (?) der Weltrangliste sind für die Paralympics in Tokio 2020 qualifiziert. Die derzeit von den Ergebnissen her am besten spielende Spielerin ist Ukrainerin Maryna Lytovchenko. Sie ist die aktuelle Nummer 1 der Welt. Auf Platz 2 folgt Raisa Chebainika (Russland), Platz 3 bekleidet die Koreanerin LEE KunWoo, die allerdings deutlich Schwächer einzuschätzen ist als die anderen. Auf Platz 4 ist Maliak Alieva, gefolgt von Katarzyna Marszal (5) und Antonina Khodzynskaya (6). Stephanie Grebe ist aktuell auf Position 7, allerdings hat Steffi mit dem zweiten Platz bei den Slowenien Open im Mai gezeigt, vor wem sich Lytovchenko am meisten fürchten muss.

Das größte Para-Tischtennis-Turnier der Welt – Slovenia Open 2019

Und wer wurde da zweiter? Richtig, Stephanie Grebe. Steffi hat dort eine erste richtig gute Duftmarke gesetzt und hat Silber bei den hochkarätig besetzten Turnier geholt. Nach guten Trainingsleistungen genau das richtige Zeichen an die Konkurrenz im vorparalympischen Jahr.

Nummer 3 der Welt?

Die Koreanerin und 3. der Weltrangliste Lee hatte Steffi in der Gruppe. Nach den ersten beiden verschlafenen Sätzen kam Steffi aber immer besser ins Spiel und gewann das Spiel 3:2 mit 11:5 im fünften Satz. Die Norwegerin Tveiten kam mit 3:0 unter die Räder und Steffi sollte im Viertelfinale zeigen, dass sie nicht nur zur absoluten Weltspitze gehört, sondern dass auch ihre Weltranglistenposition ein wenig trügt. Denn Frau Grebe spielt nicht so viele Turniere wie ihre Konkurrentinnen und kann somit auch nicht so viele Punkte für die Weltrangliste sammeln.

Das Viertelfinale – Grebe vs. Marszal

Ging gegen Katarzyna Marszal. Grebe drehte einmal mehr den Hahn auf und gewann gegen die aktuelle Nummer 5 der Welt völlig verdient 3:1. Die Polin ist nicht einfach zu spielen und sie hat in den letzten Begegnungen Steffi das Leben doch das ein oder andere Mal schwer gemacht.

Next please

Halbfinale bei dem größten Tischtennis-Turnier der Wettkampfklasse 6, dass es je gegen hat? Gegen die Nummer zwei der Welt, Raisa Chebanika aus Russland?
Was für viele Nervosität bedeuten würde, ist bei Stephanie Grebe ganz anders. Das Spiel war absolut auf Augenhöhe, ein Kampf um jeden Ball und es war vor allem eins: ein ganz

Knappes Höschen

Am Ende stand auf der Anzeigetafel: Stephanie Grebe GER – Raisa Chebanika RUS: 3:2 -9,9,9,-8,9
Wow, was für ein Erfolg für die sympathische Nationalspielerin, die gleich in der nächsten Woche nach dem internationalen Turnier für Deutschland wieder in der TT World mit mir trainierte: Finale bei den Slowenien Open.
Denn: Wenn die Konkurrenz Pause macht, geben wir Gas. Aber zurück zum

Finale – Ooohhhhooooo
Grebe vs. Lytovchenko

Im Finale wartete nun die Weltranglistenerste Maryna Lytovchenko auf Steffi. Der erste Satz ging leider mit 7:11 an Lytovchenko. Auch im zweiten Spiel hieß es 7:11 aus der Sicht von Steffi. Der dritte Satz war hart umkämpft, allerdings hatte Steffi auch hier mit 11:13 das Nachsehen. Das ist natürlich schade, nicht mit der Goldmedaille nach Deutschland zurückzukehren. Aber bei diesem Turnier die Silbermedaille zu gewinnen, ist unglaublich stark und ein Warnschuss an die Konkurrenz. Denn bis auf die Nummer 6 der Welt war die gesamte Tischtennis-Elite der WK 6 in Lasko am Start ist.

Achtung, Grebe kommt!

Und zwar geht es jetzt gleich zu den Polish Open. Es geht also Schlag auf Schlag und wenn Steffi auch hier wieder performt, würde es mich nicht wundern. Ab Mittwoch ist sie nun in Polen und versucht auch hier wieder nach Edelmetall zu greifen. Mein Tipp: Steffi holt Gold in Polen.

Halbfinale bei den Polish Open

Steffi ist knapp im Halbfinale der Polish Open gescheitert. Nach einer klaren Führung ließ bei 2:0 und 7:3 leider die Spannung nach und sie verlor denkbar knapp. Schade, denn ihre Halbfinal-Gegnerin gewann das Finale klar. Aber:

Die neue Nummer 3 der Welt

Ganz aktuell habe ich gerade gelesen und somit hier sofort mit aufgeführt: Stephanie Grebe hat durch die super Ergebnisse in letzter Zeit in der Weltrangliste um vier Plätze verbessert und ist nun laut der Weltrangliste auf Platz 3 geführt.
Wir greifen jetzt an und wollen beide umbedingt, dass Steffi die Nummer 1 der Welt wird.

Das Trainer-Team

Super ist es, dass Steffi und ich sehr eng mit der Co-Bundestrainerin Eva Madejska zusammenarbeiten. Die ist nämlich neu nach Hamburg gezogen und Steffi trainiert mal mit ihr im Verein, mal mit mir in der Contra TT World. Das ist eine wirklich super Sache.

Konkurrenzdenken?

Banane! Letzten war der Bundestrainer Volker Ziegler wieder bei unserem Training in der Contra TT World zu Gast. Er stellte mir dabei die neue Bundestrainerin vor und sagte mir, dass Eva jetzt hier in Hamburg für die Nachwuchsarbeit hier im Norden zuständig ist und auch eine Trainingskooperation mit mir vom Spin College und Eva geplant sei. Ich war natürlich sofort begeistert von der Idee und freue mich für Steffi und als Trainer, dass wir jetzt gemeinsam versuchen, den Traum von Tokio 2020 und die Silbermedaille aus Rio 2016 zu bestätigen.

Jetzt geht´s los

Die Weichen sind also gestellt und ich freue mich tierisch auf die Zukunft und die Erfolge, die wir in Zukunft miteinander feiern können! Denn aus dem Training mit dir, Steffi, ist eine echte Freundschaft entstanden und ich freue mich immer, wenn du mit deiner positiven Art einen Ball nach dem anderen auf den Tisch ziehst.
Auf geht´s zu den Polish Open, auf geht´s in Richtung Paralympics 2020 und auf geht´s für eine ganz besondere Sportlerin, die mich als Trainer immer wieder stolz macht.
Auf geht´s, Steffi!

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