Wechselkracher und Drama in der Regionalliga

By 27. Mai 2019Allgemein
Leon Abich wechselt zum TSV Bargteheide innerhalb der Regionalliga Nord.

In Bargteheide knallen die Korken

Sasel trauert

Es ist wohl der Transfer-Hammer der Saison. Leon Abich wechselt nach vier Jahren vom TSV Sasel zum TSV Bargteheide. Unser amtierender Hamburger Meister und somit der derzeit  beste Spieler Hamburgs wechselt zu den befreundeten Ligakonkurrenten nach Bargteheide.

Bargteheide kann sich freuen

Die sympathischen Jungs haben mit Leon einen absoluten Hochkaräter verpflichten können. Die Mannschaft, die selbst häufig gegen den Abstieg spielen musste und immer wieder den Kopf aus der Schlinge ziehen konnte, hat diese Saison in einer sehr ausgeglichenen Liga einen hervorragenden 3. Platz erreicht. Daran will man anknüpfen

3. Bundesliga – Bargteheide kommt?

Das ist zumindest das neue Ziel mit Leon. Zusammen mit ihm möchte man hoch in die Bundesliga, bei der es dann 4er Mannschaften sind und man den Angriff mit den ersten vier Spielern plant.

Wie stehen die Chancen?

Schwer zu sagen. Man weiß leider immer nicht, wie viel die Ausländer bei den einzelnen Vereinen spielen und was für Ziele verfolgt werden. Aber eins ist klar: Mit Leon Abich ist der TSV Bargteheide ein ganz heißer Aufstiegskandidat in der Regionalliga Nord.

Ganz bittere Pille für Sasel

Wenn kurz vor Wechselschluss der zweitbeste Spieler der Regionalliga geht, ist das natürlich unglaublich bitter. Und Leon hinterlässt natürlich ein Loch, dass schwer zu stopfen ist und in der Kürze der Zeit vermutlich gar nicht.

Was bedeutet das für Sasel?

Das es schon vor Beginn der Saison heißt: Abstiegskampf pur. Es wird ein ganz knappes Höschen, was die Truppe um Kapitän Tobias Schmidt versuchen wird. Denn es wurden bereits im Vorfeld einige Hiobsbotschaften verkündet: Jon Wrobbel, der immer stärker aufspielt und den man sich gut im unteren, vielleicht mit einigen extra Trainingseinheiten pro Woche auch im mittleren Paarkreuz vorstellen kann, tauscht zu Saisonbeginn seinen Tischtennisschläger gegen das Surfboard und „studiert“ in Kalifornien am Long Beach. Da er sich an der Uni hauptsächlich auf das offizielle Seminar „Surfen – Wellenreiten für Anfänger“ konzentriert, ist er aus der Ferne nicht wirklich eine Hilfe. Spontane Einsätze sind aber denkbar.

Patrick Masur verlässt den TSV Sasel ebenfalls

Glücklicherweise nur für eine Saison. Paddy geht für ein Jahr zum Walddörfer SV und spielt dort Verbandsoberliga im oberen Paarkreuz. Das war alles abgesprochen, bevor Leon wechselte. Das ist natürlich in der aktuellen Situation unglaublich hart zu verkraften, da Patrick Masur mit seiner emotionalen Haltung „Cmon-ich-paniere-dich-und-kurbel-dir-noch-eine-Vorhand-rein“ die nötige Bissigkeit für den harten Abstiegskampf mitbringen würde.

Und nun? Ersatz für den TSV Sasel?

Bereits lange im Vorfeld war klar, dass uns Adrian Weyhe von der TTG 207 verstärken wird. Adrian hat mit seiner hervorragenden 16:13 Bilanz im mittleren Paarkreuz bewiesen, dass er uns super verstärken wird. Mit der Mannschaft hätten wir natürlich oben mitgespielt, zumal Lleyton Ullmann, unser junger Shootingstar, immer besser wird und auch für ein paar Überraschungen gut sein kann.

Warum wechselt Leon überhaupt?

Leon hat es nach einem Gespräch mit Peter dazu bewogen, dass er sich einen Wechsel zu einem anderen Verein vorstellen könnte. Dann kam ein Angebot von Bargteheide und der Wunsch auf, in der dritten Liga anzugreifen. So hat es sich dann entwickelt, dass er beim TSV Bargteheide unterschrieben hat und zur kommenden Saison für Schleswig-Holstein an den Start geht. Der so kurz vor dem Wechselschluss vollzogene Wechsel ist natürlich sehr kurzfristig. Aber jetzt muss die Mannschaft eine gute Vorbereitung hinlegen. Mit Malte Dittmar, der Feuer und Flamme ist, an alte Regionalliga-Oben Zeiten anzuknüpfen, könnte man den Abstieg vielleicht doch noch verhindern.

Was heißt das jetzt für den TSV Sasel

Gas geben, eine Mannschaft sein und das Loch mit Kampfgeist und Teamspirit wett machen. Es wird eine harte Saison, aber die Mannschaft ist gewillt und bereit, alles dafür zu tun, damit wir in der Regionalliga bleiben. Dann können wir Lleyton und den vielen weiteren aufstrebenden Kids weiterhin eine Regionalliga-Perspektive geben und den Zuschauern bei den Heimpspielen Tischtennis der Extra-Klasse zu präsentieren. Super wäre es jetzt natürlich, wenn wir eine Art Fan-Kultur aufbauen, das Zuschauer Lust haben zu uns zu kommen und uns nach vorne peitschen.

Fast hätte ich es vergessen

Wir sind natürlich auf akribischer Suche nach einem Ersatz für Leon. Falls also jemand zu uns in die erste Herren kommen möchte, kann er sich gerne bei mir und uns melden!

Viele Grüße

Simon

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